Subnautica

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Subnautica hat mich echt mitgenommen. Es ist zwar schon eine Weile her seitdem ich diesen Unterwasser-Survival-Hit nächtelang gespielt habe, aber die Emotionen und Erfahrungen haben überdauert.

Warum ich Subnautica angefangen habe? Weil man sich Basen bauen und seine Fahrzeuge individualisieren kann. Warum ich geblieben bin? Wegen der Atmosphäre, den Bildern und der Story.

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Ich war wirklich überrascht darüber, was einem dieses Spiel bieten kann. Dementsprechend weiß ich gar nicht so genau, wo ich anfangen soll. Vielleicht am besten mit dem generellen Setting. Ihr seid Passagier auf einem gigantischen Raumschiff, doch als dieses plötzlich über einem Planeten abstürzt, da findet ihr euch in einer Rettungskapsel wieder, welche schon bald auf dem Wasser aufschlägt und ab diesem Moment seid ihr auf euch gestellt. Am besten schnell das Feuer in der Kapsel löschen und dann erstmal oben aus der Luke steigen. Ihr blickt auf die flammenden Überreste des abgestürzten Raumkreuzers und seht ansonsten nur Wasser, soweit das Auge reicht.

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Die Kommunikationseinrichtung an Bord eurer Rettungskapsel ist kaputt, doch zum Glück könnt ihr sie reparieren. Eine nette KI ist von nun an euer ständiger Begleiter, der euch Informationen über das Überleben gibt. Das ist charmant und trägt zur allgemeinen Stimmung bei – es erinnert euch daran, dass ihr allein seid, aber überleben könntet – so schlecht die Chancen auch stehen mögen. Ihr verfolgt nun also zwei Ziele: Überleben und von diesem Planeten gerettet werden. Um die ersten Ressourcen zu sammeln und eure Umgebung wagemutig zu erkunden, springt ihr also in das Wasser und es eröffnet sich die wahre Tiefe von Subnautica: die wunderschöne und doch gelegentlich beklemmende Unterwasserwelt.

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Doch bevor ich zu viel verrate, erstmal zu den Grundmechaniken des Spiels. Die beziehen sich, wie in Survival-Games üblich, auf das Überleben. Ihr sammelt Ressourcen, erkundet die Umgebung, wobei ihr stets auf Nahrung, Wasser und Sauerstoff angewiesen seid und versucht lebendigen Gefahren aus dem Weg zu gehen, denn eure einzige wirkliche Waffe ist ein kleines Messer, dass ihr allerdings auch zunächst herstellen müsst – zwar könnt ihr euch später noch andere Gadgets besorgen, doch werdet ihr im direkten Kampf meist komplett unterlegen sein. Neue Baupläne schaltet ihr frei indem ihr sie findet oder Überreste von Gerätschaften scannt, die durch den Absturz überall verstreut sind. Das Crafting-System funktionierte übrigens sehr flüssig und machte mir viel Spaß. Nach und nach lernt ihr, welchen Unterwasserbewohnern ihr aus dem Weg gehen solltet, welche ihr essen könnt und wo ihr die benötigten Ressourcen herbekommt. Ihr baut eine oder mehrere Basen, eventuell sogar in verschiedenen Gebieten und vielleicht auch bald ein Fortbewegungsmittel, das euch die Reisen angenehmer macht. Spätestens wenn ihr denkt, dass euer Überleben grundsätzlich gesichert ist,  dann fangt ihr vermutlich an größere Erkundungstouren durchzuführen, tiefer zu tauchen und Geheimnissen auf den Grund zu gehen.

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Die Story von Subnautica muss man sich genauso erarbeiten, wie sein Überleben im Spiel. Ihr müsst erkunden, lesen und nachdenken. Gelegentlich findet ihr Aufzeichnungen, bekommt Funksprüche und mehr. Doch dazu will ich nicht allzu viel verraten, denn jeder der ein grundsätzliches Interesse an dem Spiel hat, der sollte es möglichst unbefleckt angehen. Dadurch wirken die großen Momente besonders gut. Davon gibt es nicht wenige, doch man muss für sie wirklich abtauchen und sich auf ein langes Abenteuer einlassen. Das ist vielleicht mein größter Kritikpunkt an Subnautica, denn für ein Survival-Game ist es eigentlich zu kurz, da die Story in gewisser Weise die Spielzeit begrenzt, indem sie euch ein Ende in Aussicht stellt und es keinen Multiplayer gibt. Zum anderen ist das ganze für ein knackiges Story-Game viel zu lang. Somit ist es schwer das Spiel jemandem zu empfehlen, der nur auf Story oder nur auf Survival Lust hat. Ich gehörte zu der Fraktion, die die Story links liegen lassen wollte, doch inzwischen kann ich sagen, dass sich die Reise in die vielen, sehr unterschiedlichen, visuell und akustisch beeindruckenden Gebiete gelohnt hat. Inzwischen wünschte ich fast, dass ich nochmal unwissend an das Spiel herangehen könnte, erneut die Geheimnisse entdecken, Herausforderungen meistern und Fahrzeuge und Basen ausbauen könnte. Deshalb habe ich mich mit meinen Erzählungen zum späteren Verlauf der Geschichte zurückgehalten. Nur auf das ständige Grinden nach Ressourcen könnte ich vielleicht verzichten, obwohl es ein integraler Bestandteil des Konzepts ist, denn so hat alles was ihr euch aufbaut einen Wert für euch und es können bedrohliche Situationen entstehen.

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Das Spiel kann man übrigens auch mit einer Virtual-Reality-Brille spielen. Das ist besonders immersiv, aber leider nicht so bequem zu steuern. Meine ganz klare Empfehlung also: Setzt euch Kopfhörer auf, nehmt euch ein ganzes Wochenende (oder mehr) Zeit, startet das Spiel nicht im Kreativ-, sondern im klassischen Überleben-Modus, lehnt euch zurück und fokussiert euch nur auf diese Reise. Nehmt alles mit, denkt nach, forscht und erkundet. Überlebt diesen Planeten.

Bis bald,

Euer Felix.

 

2 Gedanken zu “Subnautica

  1. Absolut geniales Spiel und ich mag deine Rezension sehr :). Für mich war Subnautica anfangs schlimmer als so manches Horrorspiel und ich habe mich kaum in die tieferen Gewässer getraut. Als ich den ersten Reaper gesehen habe, musste ich das Spiel erst einmal pausieren. 10/10 von mir, einem Videospielveteranen.

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