The Terror

Auch als Podcast verfügbar.

Achtung, Spoiler!

Ich muss zugeben, eine Weile habe ich mich schon davor gedrückt The Terror anzufangen. Zwei Schiffe die im Eis feststecken? Klar, irgendwann müssen bestimmt ein paar Menschen gegessen werden, aber reichen die sozialen Dramen aus, um mich bei der Stange zu halten? Offenbar haben sie das. Doch das ist nicht der einzige Pluspunkt dieser Serie. Es wirkt alles so real und anfassbar. Man wird schnell in die vergangene Epoche gezogen und auch wenn die stattfindenden Ereignisse eigentlich nicht zum Wohlbefinden beitragen, empfand ich die Stille und Weite der Eiswüste, die die Seemänner umgibt, irgendwie als beruhigend.

Lasst euch nicht täuschen: The Terror – übrigens der Name eines der beiden eingeeisten Schiffe – ist definitiv kein Kinderkram. Es ist bedrückend und aufreibend den Überlebenskampf der Mannschaften  zu beobachten. Vor allem da sie noch eine lange Zeit an den Erfolg ihrer Erkundungsreise glauben wollen. Man merkt, dass jede Entscheidung, die die Charaktere treffen, ihre Folgen hat. Die Serie stellt zudem immer wieder starke Kontraste dar – ob nun gesellschaftlich oder thematisch.

Natürlich kommt die Serie bei mir nicht ohne ein paar Kritikpunkte durch. Lediglich zwei Dinge sind mir negativ in Erinnerung geblieben, ohne dabei das Bild von The Terror merklich zu verschlechtern. Zum einen bin ich kein großer Fan von mystischen Monsterwesen, die mit CGI in eine sonst so bodenständige Welt gepresst werden. Natürlich ergänzt das die Serie sinnvoll und die Story wäre ohne dieses Getier wohl etwas anders verlaufen. Trotzdem hätte ich gerne erfahren, wie sich alles ansonsten abgespielt hätte – zumal ich der Serie zuspreche, dass sie nicht von ihrem übernatürlichen Anteil lebt, sondern von den Konflikten zwischen und in ihren Charakteren.

Man sieht also, dass das wirklich nur eine winzige Befindlichkeit meinerseits ist. So ist es auch mit meinem zweiten Kritikpunkt. Der bezieht sich auf das Ende der Serie. Ich hätte mir so sehr gewünscht, dass Captain Ross es zurück nach Hause schafft. Nagut, theoretisch findet er eine neue Heimat im Eis, aber seine Beweggründe dafür waren mir etwas schleierhaft – zumindest empfand ich diese persönlich als nicht stark genug.

War The Terror also ein voller Erfolg? Wenn man mit dem eher gemächlichen Tempo der Serie klar kommt, auf kleine Actioneinlagen und tiefgehende Charaktere und deren Entwicklungen steht, dann ja. Natürlich sollte man auch Kunstblut und andere Schweinereien sehen können. Ich hatte meinen entspannten Spaß mit der Serie, die mir allerdings auch das ein oder andere Mal die Nerven kitzeln wollte. Das hat sie geschafft.

Bis bald,

Euer Felix.

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